Blogparade || Vivienne

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Und weiter geht’s mit der Blogparade.
Heute mit Vivienne , die über ihre Schwangerschaft mit Ronja Isabel und Robyn Amelié berichtet  und wie ihre  natürliche Geburt ablief.
Viel Spaß!

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Copyright Vivienne Korytko

Hallo  erstmal,  vielleicht  möchtest  du  uns  zuerst  etwas  über  dich  erzählen.  Wer  bist du  und  woher  kommst  du  ?

Hallo,  ich  bin  Vivienne  und  27  Jahre  alt. 2010  bin  ich  von  Erfurt  nach  Berlin  gezogen,  um  hier  meine  Ausbildung  zu  genießen. Als  examinierte  Altenpflegerin  im  Dreischichtsystem  ist  das  Organisieren  der  Work-FamilyBalance  enorm  herausfordernd.

Wie alt warst du bei der Geburt deiner Zwillinge?

Ich  bin  zwei  Wochen  vor  der  Geburt  meiner  Töchter  25  geworden.

Wie  alt  sind  deine  Zwillinge  jetzt?

Die  beiden  sind  jetzt  2  Jahre  und  zwei  Monate  alt.

Würdest du ihre Beziehung anders beschreiben als die normaler Geschwister ?

Ja.  Auf  jeden  Fall  ist  die  Beziehung  enger  und  intensiver.  Sie  suchen  und  brauchen  sich gegenseitig,  auch  wenn  sie  zweieiige  Zwillinge  sind.  Ich  selbst  habe  mit  meinen Geschwistern  auch  eine  enge  Beziehung  gehabt,  aber  nicht  so  stark,  wie  die  beiden  das jetzt  schon  leben.

Kommen Zwillinge  oft  bei  euch  vor,  oder  habt  ihr  etwas  „nachgeholfen“?

In  meiner  Familie  sind  wir  die  ersten.  Die  Familie  meines  Mannes  hat  die  eine  oder  andere Zwillingsgeburt  erleben  dürfen,  aber  auch  nicht  signifikant  häufig. Wir  vermuten,  auf  Grund  einer  Fehlgeburt  drei  Wochen  vor  Zeugung  der  beiden Prinzessinnen,  einen  doppelten  Eisprung  als  Auslöser.

Was war dein erster Gedanke,als das doppelte Glück verkündet wurde?

Ach.  Du.  Scheiße. Dazu  sah  ich  meinen  Mann,  der  kreidebleich  im  Arztzimmer  stand  und  ich  hoffte,  dass  ihm die  Beine  nicht  wegknicken. Durch  die  Fehlgeburt  habe  ich  nicht  vermutet,  so  schnell  wieder  schwanger  zu  werden  und bin  erst  in  der  15.  SSW  zum  FA,  der  die  Schwangerschaft  bestätigte.  Bis  zur  23.  SSW hieß  es  auch,  dass  es  nur  eins  sei.  Da  hat  sich  die  Nummer  Zwei  gut  versteckt. Entsprechend  groß  die  Überraschung,  bzw.  der  Schock.

Wie  hat  deine  Familie  reagiert?

Vater  und  Geschwister  freuten  sich  total,  meine  Mutter  war  erst  besorgt  um  ihre  Tochter, dies  schwenkte  später  jedoch  auch  in  Freude  um.  Die  Familie  meines  Mannes  freute  sich auf  Anhieb  sehr.  Meine  Schwägerin  war  ganz  stolz,  mit  sechs  Jahren  „Kindertante“  zu werden.

Hattest  du  viele  Ängste  oder  warst  du  eher  entspannt?

Ich  hatte  Angst  um  mein  Examen.  Komplikationen  oder  ein  Beschäftigungsverbot  hätten sehr  mit  den  finalen  Prüfungen  kollidieren  können. Ansonsten  habe  ich  sie  sehr  genossen.  In  der  32.  SSW  war  ich  für  eine  Woche  in  der Klinik  durch  vorzeitige  Wehen.  Mit  Wehenhemmer  und  Lungenreife  war  das  nicht  gerade angenehm.  Dazu  wurde  mir  ein  Vortrag  nach  dem  anderen  über  Gestationsdiabetis gehalten.  Aber  Kortison  (die  Lungenreifespritze)  lässt  den  BZ  etwas  steigen.  Was  ich  mit meinem  frischen  Examen  den  alten  Schwestern  erstmal  wieder  ins  Gedächtnis  rufen musste.  😉

Hattest  du  eine  schwere  Schwangerschaft  oder  war  es  komplikationslos?

Bis  auf  die  1  Woche  KH . war  meine  Schwangerschaft  ziemlich  entspannt.  Hatte  zum Schluss  ziemliche  Rückenschmerzen  und  wenn  ich  lag  hab  ich  gemerkt  wie  mir  das Wasser  in  die  Hand  schoss,  aber  das  fand  ich  nicht  so  wild.

In  welcher  Woche  hast  du  entbunden  und  wie  ?

Die  Mädels  wollten  bei  36+3  SSW  endgültig  raus,  was  sie  auch  durften.  Ich  hab  im friedrichshainer  Klinikum  entbunden  und  zwar  auf  dem  normalen  Weg.  Letztlich  sind  zwar beide  mit  der  Glocke  gekommen  (war  das  erste  Mal  für  die  Assistenzärztin,  weshalb  ich bei  Robyn  dann  schön  gerissen  bin,  Ronja  wurde  vom  Chefarzt  persönlich  geholt),  weil  die PDA  und  der  Wehentropf  (nie  wieder  Wehentropf!)  einen  Geburtsstillstand  herbei  führten. Das  war  mir  am  Ende  ziemlich  egal,  ich  war  froh  es  irgendwann  geschafft  zu  haben  und das  es  den  Mädels  gut  ging.  Robyn  war  2990g  schwer  und  50cm  groß  und  Ronja  2780g auf  49cm,  waren  gleich  fit  und  durften  mit  zu  mir  🙂

Ist  deine/eure  Familienplanung  abgeschlossen  oder  hättet  ihr  gerne  mehr  Kinder, vielleicht  sogar  nochmal  Zwillinge  ?

Einen  Versuch  starten  wir  noch,  mit  der  Hoffnung,  dass  vielleicht  noch  ein  Junge  kommt. Aber  ein  Mädchen  ist  auch  gern  gesehen  😉  Hauptsache  es  wird  nur  eins  😉  !!

Last  but  not  least:  Inwieweit  hat  dich  diese  ja  doch  außergewöhnliche  Erfahrung  als Mensch  verändert,  würdest  du  etwas  anders  machen  oder  bereust  Dinge?

Ich  bereue  manchmal  meine  Inkonsequenz,  dass  es  mit  dem  Stillen  nicht  so  geklappt  hat wie  ich  mir  das  gewünscht  habe  und  die  Geburt  hätte  an  der  ein  oder  anderen  Stelle besser  sein  können.  Den  Rest  würde  ich  wieder  so  machen.  Denn  anders  könnt  ich  es  mir nicht  vorstellen  ……es  geht  nur  noch  mit  den  Chaos-Mädels. Verändert  hat  es  mich  in  der  Hinsicht,  dass  ich  in  gewissen  Dingen  gelassener  reagiere und  ich  bemerkt  habe  wie  sensibel  ich  auf  kleinste  Symptome  achte  die  auch  nur  das geringste  mit  Diabetes  zu  tun  haben  (da  mein  Bruder  und  meine  Schwiegermutter  beide den  Typ  1  Diabetes  haben).

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Copyright Vivienne Korytko

Veröffentlicht mit WordPress für Android

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